
Von der Bedeutung der Halluzinogene auf die Seele und der Seele der Halluzinogene an sich! - Was verbirgt sich hinter der Erfahrung durch Halluzinogene?Nun, eben darum geht es in diesem Buch, verfasst von einem der brilliantesten Köpfe unserer Zeit. Aldous Huxley wirft mit dem Leser einen Blick auf die Schönheit des Erhabenen und gewährt Einblicke in die Tiefen der Verzweiflung und der Angst an sich! Es erzählt die Geschichte eines Versuches, der so revolutionär und visionär war, wie wohl kein anderer zu dieser Zeit. Der konstruktive Flashback eines Denkers und der Leuchtturm derjenigen, die nach der Qualität des Erlebten fragen und sich nicht von dem durchaus reizvollen Blendwerk solcher Erlebnisse an einer Einsicht hinden lassen wollen. Hier wurde Geschichte geschrieben und wer sich mit Themen dieser Art auseinandersetzen will, für den führt kein Weg an Huxley vorbei!Für eine Vertiefung dieses Buches und als ergänzende Lektüre empfiehlt es sich die moralischen Reflexionen ALBERT HOFMANNS zu lesen, in LSD - mein Sorgenkind.
Interessante Denkansätze - Ob das aus medizinischer und psychologischer Sicht alles so haltbar ist was in den beiden Essays vertreten wird wage ich stark zu bezweifeln, aber dennoch enthalten diese Texte auch heute noch einige sehr interessante Denkansätze bezüglich des menschlichen Bewusstseins.Wer sich darüber hinaus auch noch für den intellektuellen Unterbau von Bands wie den Doors interessiert, kommt an diesem legendären Werk Aldous Huxleys kaum vorbei.
Meskalinrausch auf zu hohem Niveau - Zugegeben: Das Buch ist hohe Schriftstellerkunst. Aber gerade diese Kunst bzw. der allgegenwärtige Bezug zur Kunst/Malerei macht das Buch auch unglaublich anstrengend.Die Sätze sind inhaltlich und sprachlich oft sehr hohes Niveau, was nicht nur dem (normalen) Lebensweltbezug, sondern auch der Lesefreude einen Dämpfer erteilt. Einzig die rein diskriptiven Passagen seines Meskalinrausches sind ohne Einschränkungen lesbar, weil witzig, unterhaltsam und angenehm leicht verständlich. Der Rest sind Vergleiche, Deutungen und kognitive Konstruktionen, die sich in ihrer Bedeutungsschwere leider nur Kunstkennern offenbart.Insgesamt drei Sterne. Das versteht wenigstens jeder...
Absolut lesenswert! - Der erste Teil des Buches Die Pforten der Wahrnehmung war für mich sehr interessant zu lesen. Man erfährt vieles über die Droge Meskalin, über den Ursprung, sowie die Verwendung von Drogen z.B. in religiösen Kreisen. Der zweite Teil Himmel und Hölle ist meiner Meinung nach nur etwas für wirklich Kunst interessierte Menschen. Huxley ergeht sich fast ausschließlich in kunthistorischen Betrachtungen, die er auf die Droge Meskalin, genauer gesagt, auf die Entrückung durch den Konsum dieser Droge, bezieht. Alles in allem, gerade wenn man ein wenig für gesellschaftliche -, psychologische Bezüge vor allem aber für Kunst und Geschichte im Allgemeinen übrig hat, dann ist das Buch eine Bereicherung, da es nicht nur die Erfahrungen des Autors mit Meskalin, sondern auch interessantes Hintergrundwissen, vermittelt.
Visionäre Selbstexperimente - Aldous Huxley gibt in diesem Buch seine Erfahrungen und Erlebnisse mit verschiedenen Drogen wieder. Dabei kam die Droge Meskalin am meisten zum Einsatz. Im ersten Essay beschreibt er sehr detailliert die Wirkungen der Droge auf seinen eigenen Körper und Geist. Die Berichte über seine Erlebnisse sind sehr ausführlich, nicht zuletzt weil seine Experimente oft unter Beobachtung ausgeführt wurden oder weil er gleichzeitig Aufnahmegeräte mitlaufen lies und sich parallel dazu Notizen anfertigte. Aber auch viele andere Drogen hat er sich selbst verabreicht und ihre Wirkungen auf seine eigene Person beobachtet und analysiert. So gibt er eine Beschreibung ab über die Einwirkdauer, die Wirkungen und Veränderungen in seiner Umwelt die er Wahrnimmt, die Nachwirkungen, den Grad der Suchtgefahr oder auch die verschiedenen schlechten Einflüsse auf die Gesundheit. Im zweiten Essay setzt er sich mit Drogen und ihren Wahrnehmungsverändernten Wirkungen auseinander, macht kleine Ausflüge in die sehr alte Geschichte der Drogen und ihren Bestand bis zum heutigen Tage. Vor allem scheint er sehr angetan von den farbverstärkenden Wirkungen einiger Drogen, denn diesen widmet er einen großen Teil des zweiten Essays diese Buches. Anschaulich untersucht und beschreibt er die Charakteristik visionärer Erlebnisse und stellt diese visionärer Kunst aus allen Epochen gegenüber.Diese Buch gibt auch (oder gerade)dem Leser ohne eigene Erfahrungen mit Drogen einen guten Einblick in die Welt der Rauschmittel, ihren Wirkungen und den daraus resultierenden visionären Erlebnissen.Zitat aus dem Buch: >>>Einem Liegestuhl gegenüber, der aussah wie das Jüngste Gericht - oder, genauer gesagt, einem Jüngsten Gericht gegenüber, das ich nach langer Zeit und mit beträchtlicher Schwierigkeit als einen Liegestuhl erkannte -, merkte ich plötzlich, daß ich mich auf der Schwelle zur Panik befand